Fünftes Rekordjahr für den Deutschlandtourismus

Pressemitteilung vom Deutschen Tourismusverband e.V. vom 2. Februar 2015
Deutschlands Tourismusregionen blicken erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Nach vorläufigen Hochrechnungen bilanziert das Statistische Bundesamt für 2014 ein Rekordergebnis mit 423 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland in deutschen Beherbergungsbetrieben. „Die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr konnte noch einmal um rund 11 Millionen Übernachtungen getoppt werden, das entspricht einem Zuwachs von rund 3 Prozent“, erklärte Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) heute auf der Pressekonferenz der Messe REISEN HAMBURG. „Zum fünften Mal in Folge fahren wir damit ein Rekordergebnis ein“, so Gilles
weiter.
Nach einem eher verhaltenen Start im ersten Quartal, nahm das Jahr Fahrt auf. Im April (+11,7 Prozent) und Juni (+7,8 Prozent) stiegen die Übernachtungszahlen weit über dem Durchschnitt. Das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung bescherte den Campingplätzen im April einen satten Zuwachs von 108,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Juni meldete der Deutsche Wetterdienst das heißeste Pfingstfest aller Zeiten. Viele Wanderregionen und Wasserreviere profitierten von den sommerlichen Temperaturen in diesem Monat. Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern gehören seit Jahren zu den Abräumern im Deutschlandtourismus: Von Januar bis November erreichten sie ein Übernachtungsplus von 5,1 Prozent.
Übernachtungszahlen Baden-Württemberg 2014, Quelle: Stat. Landesamt
Und 2015?
„Für 2015 erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Entwicklung mit einem Wachstum von bis zu zwei Prozent: Die stabile Kaufkraft und Urlaubslust der Deutschen spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn mehr als 80 Prozent der Übernachtungen im Inland gehen traditionell auf ihr Konto“, erklärte die Verbandschefin. „Bei Gästen aus dem Ausland profitiert der deutsche Übernachtungsmarkt vor allem von der hohen Dynamik, die auch 2015 nicht nachlassen wird.“
Quelle: DTV

Erfahrungsbericht bei der Konzeption von Premiumwanderwegen

Im ersten Teil meine Blogbeitragsreihe über Premiumwanderwege habe ich berichtet, was Premiumwege sind, welche verschiedenen Wegetypen es gibt und was das Deutsche Wandersiegel ist. Heute möchte ich näher auf die erste Phase der Wegekonzeption eingehen und dabei von meinen persönlichen Erfahrungen während der Betreuung von drei verschiedenen Premiumwanderwege-Projekten erzählen.

 

Von der Wegeidee zum Premiumwanderweg

Meist steckt hinter dem Wunsch einen Premiumweg oder mehrere Premiumwanderwege zu eröffnen, ein Tourismusmanager (oder ein gesamtes Tourismus-Team), der das Thema “Wandern” in seiner Region oder seinem Tourismusort voranbringen möchte. Wirtschaftsförderung und die Wertschöpfung in der Tourismusregion zu steigern, ein tolles Angebot für Einheimische und Gastgeber zu schaffen und ein Produkt zu entwickeln, dass die Feriengäste begeistern wird, sind die Hauptmotive für die Entwicklung der Wandertouren.

Und genau für diesen Zweck wurde das Gütesiegel der Premiumwege auch geschaffen: um hochwertige, touristische Produkte für den Wandermarkt zu kreieren. Das strenge Zertifikat garaniert dabei einen hochen Qualitätsstandard, der zum Einen absichert, dass die Wege wirklich top sind und  zum Anderen natürlich auch, dass sich nicht jeder x-beliebige Wanderweg auch gleich als Premiumweg bezeichnen kann. Der Erfolg der verschiedenen Premiumwandermarken in den letzten 10 Jahren gibt dem Siegel recht. Ein Premiumbeispiel sind die “Premiumwanderwelten”, in der sich gleich 7 Premiumwanderregionen gemeinsam international vermarkten.

Was benötigt man also, wenn man selbst zu einer Premium-Wanderregion werden möchte?

Hegauer Kegelspiel Aussichten

1. Die Voraussetzungen für Premiumwanderweg(e)

 

Wie schon beschrieben müssen Premiumwege 200 verschiedene Kriterien erfüllen, um das Deutschen Wandersiegels erhalten zu können. Dies sind zum Beispiel:

  • Qualitätskriterium Wegeformat
  • Abwechslungsreichtum und Aussichten
  • Kultur und Zivilisation
  • Natur und Landschaftsbild
  • Wanderleitsystem mit Wegweisern, Markierungszeichen
  • Pflegezustand des Weges
  • und viele mehr

Die Kriterien werden dabei mal positiv mal negativ bewertet. Ein Beispiel beim Qualitätskriterium “Wegeformat”: naturnahe, schmale Pfade werden positiv bewertet, geteerte Wege negativ. Hinter jedem Kriterium widerrum verbergen sich weitere Unterteilungen. Bleiben wir beim Wegeformat werden hier Punkte wie der Belag, die Breite, der Wegsaum, Hinternisse am Wanderweg, die Wegenutzung durch andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, Durchgangsstraßen und die Verkehrssicherheit in die Bewertung mit aufgenommen.

Bodensee LandGänge Bermatinger Waldwiesen in den Weinreben Foto TG Gehrenberg-Bodensee

2. Erfahrene Planer und Berater für Planung von Premiumwanderwegen

 

Als Laie ist es daher sehr schwierig zu erkennen, ob das Wandernetz in der Region auch wirklich als Premiumregion geeignet ist. Daher ist es ratsam externe Berater wie zum Beispiel die “ProjektPartner Wandern” ins Boot zu holen, die mittels einer Machbarkeitsstudie feststellen, ob die Umsetzung von Premiumwanderwegen realistisch ist. Nicht alle Orte und Destinationen haben dabei positive Rückmeldungen bekommen, da oft die zahlreichen Verbundflächen aufgrund der Flurbereinigung Premiumwege unmöglich machen. Fachleute wie von ProjektPartner Wandern mit den Herren Rainer Brämer, Jochen Becker und Matthias Gruber begutachten die Wege auf der Karte und direkt vor Ort und können so eine ehrliche Einschätzung abgeben.

In den drei Projekten, die ich bisher betreut habe, wurden zudem auch erste Wegeideen mitgeliefert, die mögliche Wanderrouten aufzeigten. Dass von dieser ersten Wegeidee (die sogenannte Nullversion) bis zur Umsetzung noch ein langer Weg ist, beschreibe ich im nächsten Teil.

So geht es weiter:

  • Von der Nullversion zur umsetzbaren und genehmigten Wegeversion
  • Die Zusammenarbeit mit Vereinen, Wanderern und Verantwortlichen vor Ort
  • Förderanträge
  • Gespräche und Zustimmung Grundstückseigentümer
  • Beschilderungsplanung
  • Möblierungsplanung
  • Portaltafeln – Planung und Gestaltung
  • Umsetzung Beschilderung
  • Umsetzung Möblierung
  • Wegebau
  • Zertifizierung durch das Deutsche Wanderinstitut
  • Marketing

DZT lässt bloggen – Deutschland in einem Blog: BudgetTraveller erkundet Youth HotSpots in Deutschland

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) baut ihre Kommunikation in den sozialen Netzwerken weiter aus. Dazu hat sie den populären britischen Reiseblogger Kash Bhattacharya zu einer Tour durch 14 deutsche Städte eingeladen.

 

Das Bloggerprojekt „BUDGETTRAVELLER’S GERMAN WANDERLUST“ ist Teil der Kampagne „Youth HotSpots in Germany – Share the moment“, die die DZT auf der ITB Berlin 2013 im Zusammenhang mit ihrem Themenjahr 2013 „Junges Reiseland Deutschland“ gestartet hat. „Durch die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Bloggern bauen wir unsere Kommunikation in Social Media nicht nur weiter aus, sondern nutzen erstmalig diese Art der Berichterstattung konsequent im Rahmen einer internationalen Kampagne,“ kommentiert Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, das verstärkte Engagement für Blogger-Aktionen.

 

Entlang der Youth HotSpots in Deutschland

 

Die DZT führt das Blogger-Projekt zusammen mit dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) und der Deutschen Bahn als Transportpartner durch. „Die Zusammenarbeit von DJH und DZT bietet eine hervorragende Basis für die zielgruppengerechte Vermarktung des Themenjahres ‚Junges Reiseland Deutschland‘ sowie weiterführende Kooperationsmöglichkeiten und wir freuen uns zusammen mit der DZT an einem so innovativen Projekt arbeiten zu können“, erklärt Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer des DJH.

 

Der britische Blogger Kash Bhattacharya, der sich auf das Reisen mit geringem Budget (Budgettravelling) spezialisiert hat, werde dabei vom 19. März bis zum 5. Mai 2013 das junge Reiseland Deutschland von Hamburg über Bremen und Düsseldorf bis nach München erkunden. Von der bayerischen Landeshauptstadt führe die Tour über Dresden und Berlin bis nach Rügen.

 

Orientierungspunkte für den Blogger seien die in der interaktiven Karte auf www.germany.travel/youth skizzierten Youth HotSpots wie Bars, Cafés, Must Sees und Events. Übernachten werde Kash Bhattacharya in unterschiedlichen Jugendherbergen des DJH, wie beispielsweise in der Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ in Hamburg oder der „Gerberbastei“ in Bautzen.

 

Die HotSpots wurden im Vorfeld zunächst mit Hilfe von Umfragen unter deutschen Jugendlichen ermittelt und werden seit März 2013 laufend durch eigene neue HotSpots von Usern ergänzt. Die gesamte Tour werde sowohl auf den Kanälen von Kash Bhattacharya, als auch auf der Seite www.germany.travel/youth im Blogbereich publiziert. Darüber hinaus werde es im Anschluss City-Guides in Form von eBooks geben, die online zum Download zur Verfügung stehen sollen.

 

Einen Vorgeschmack auf seine Tour durch Deutschland gibt Kash Bhattacharya bereits unter http://budgettraveller.org/announcing-my-next-bloject-budgettravellers-german-wanderlust/. Weitere Informationen können Interessierte auch dem Twitter-Kanal von Budget Traveller unter www.twitter.com/BudgetTraveller entnehmen.

Blog-Award der DZT

 

Noch vor dem Start der Kampagne „Youth HotSpots in Germany – Share the moment.“ hat die DZT im Rahmen der 35. International Fair of Tourism (IFT) im Februar 2013 in Belgrad einen Blog-Award ausgeschrieben. Unter dem Motto „Was ist für Dich das junge Reiseland Deutschland?“ konnten Texte, Fotos oder kurze Videos eingereicht werden, die auf der ITB Berlin 2013 gekürt wurden.

 

Die Siegerin heißt Lindsay Pond und hat eine einwöchige Deutschlandreise gewonnen. Die US-Amerikanerin betreibt den Blog http://betterorwurst.tumblr.com und habe bisher hauptsächlich Berlin gut beleuchtet. Der über den Blog-Award und die Reise der Siegerin gewonnene Content diene, genau wie die Blogger-Tour von Kash Bhattacharya, der Erweiterung der Blogger-Inhalte auf der Microsite der DZT unter www.germany.travel/youth.