Bewertungsplattformen im Tourismus-Onlinemarketing-Mix

HolidayCheck geschickt fürs Tourismus-Onlinemarketing nutzen

Warum vertrauen immer mehr Urlaubssuchende auf das Urteil und Bewertungen auf Internetseiten von Menschen, die sie gar nicht kennen? Studien, wie z.B. die im September 2011 veröffentlichte „Untersuchung der Bedeutung und Glaubwürdigkeit von Bewertungen auf Internetportalen“ vom  Verband Internet Reisevertrieb (V.I.R.) versuchen, darauf eine Antwort zu geben. Die Ergebnisse der Studie, bei der über 1.000 Personen befragt wurden, zeigen, dass insgesamt 95 % der Leser Bewertungen auf Internetportalen für glaubwürdig halten. Und das genutzte Internetportal ist für 65 % eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Buchung. Es zeigt sich also:  Es gibt ein großes Vertrauen in die Meinung anderer Nutzer. Eine große Rollen spielt bei der Glaubwürdigkeit vor allem die Anzahl der Bewertungen zu einem Objekt, ob  Bilder vorhanden sind sowie die wahrgenommene Qualität und der Umfang der Beiträge eine Rolle.

Mit über 6,4 Millionen Hotelbewertungen, Bildern und Videos und über 2 Millionen Beiträgen und Insiderwissen im Reiseforum zählt HolidayCheck zu den größten Bewertungsplattformen in Deutschland.  Neben dem Bewertungsportal hat es zudem über 75 Veranstalter im Programm, deren Angebote und Preise zu Pauschalreisen, Hotels, Flügen und Kreuzfahrten verglichen werden können. Eine riesengroße Informationsplattform, die nun auch langsam von den Destinationen entdeckt wird.

Touristische Imagewerbung auf HolidayCheck

HolidayCheck lebt natürlich von den Fotos, Videos und Reisetipps, die auf dem Portal online gestellt werden. Je mehr Informationen es sammeln kann, desto attraktiver wird es für den Kunden. Und desto eher bucht der Kunde vielleicht auch seine nächste Unterkunft direkt auf dem Portal. Wahrscheinlich gibt es deshalb nun endlich auch für Destinationen die Möglichkeit, Angaben und Informationen kostenlos bei HolidayCheck einstellen. Die einzigen Dinge die man braucht sind gute Texte, schöne Bilder und etwas Zeit, um seine Daten hochzuladen und sogenannte Reisetipps anzulegen. Dabei kann man den Eintrag frei gestalten und sogar Links setzen. Als Tourismusmanager hat man also die Chance, seinen Ort oder seine Region positiv darzustellen. Und das funktioniert ganz einfach:

Anmeldung als Destinationspartner

 

Über diesen Zugang kann man seine Region/seinen Ort vorstellen,  über Land und Leute informieren und Geheimtipps bereitstellen. Des Weiteren können Bilder und Videos hochgeladen werden. Je besser die Daten bereits mit Adresse & Co vorbereitet sind, desto fixer kann man dann auch seine Einträge vornehmen. Mein Tipp ist daher, vor den Einträgen schon alle benötigten Unterlagen vorzubereiten und dann Zug um Zug die Ausflugsziele etc. einzutragen. Pro Eintrag müssen Sie mit ca. 10 bis 15 Minuten Zeitaufwand rechnen.

 

Selbstverständlich können auch Lesern jederzeit selbst Bilder und Videos zu den Orten hochladen und diese bewerten.

Unter der Kategorie „Reisetipps“ werden zudem Sehenswürdigkeiten, Sport- und Freizeitangebote, gastronomische Angebote, Einkaufs- und Shoppingmöglichkeiten sowie das Nachtleben vor Ort beschrieben. Auch hier gilt wieder: je mehr Bewertungen, je besser die Fotos und Videos, desto glaubwürdiger wird der Reisetipp. Als Destination kann man hier neben den Highlights auch eher unbekannte Ausflugsziele vorstellen und attraktiv bewerben.

 

Ein Eintrag bei HolidayCheck kann die Sichtbarkeit Ihrer Region somit deutlich erhöhen. Zusätzlich ist die Plattform auch mit den sozialen Netzwerken von Facebook und Google+ vernetzt, sodass der Leser direkt auch seinen Freunden mitteilen kann, dass ihm eine Region/ein Ausflugsziel oder eine Sehenswürdigkeit gefällt. Das bedeutet, auch wenn man selbst als Tourismusorganisation gar keine Unternehmensseite bei Facebook hat, kann man „geliked“ werden.

HolidayCheck betreibt mit 165.000 Fans außerdem sehr erfolgreiche Unternehmensseite auf Facebook sowie Google+. Mit täglich zwei bis drei Posts, Fotowettbewerben, Gewinnspielen & Co ist HolidayCheck auch beim Thema Social Media Marketing ein unverzichtbarer Partner. Ein eigener Blog und ein Reiseforum komplettieren das Angebot.

Fazit: Die Wahl, welche Plattform man als Tourismusmanager neben seiner eigenen Homepage zusätzlich pflegen soll ist schwer, da man kaum Zeit übrig hat sich intensiv mit den diversen Plattformen und deren Wirkung vertraut zu machen. Die Konzentration auf die „Big Player“ à la HolidayCheck ist daher meiner Meinung nach empfehlenswer – auch wenn man einige Stunden Zeit für die Einpflege einplanen muss. Ob man dann aktiv seine Gäste darauf anspricht, das Portal für Bewertungen zu benutzen oder nicht, muss denke ich intern entschieden werden und wird sicherlich auch von der Marketingstrategie und dem zur Verfügung stehenden Personal abhängig sein.  Nichtsdestotrotz bietet sich, neben vielen ortsdienstbezogenen Portalen wie Tripadvisor, auf HolidayCheck die Chance, kostenlos und direkt beim Kunden seine Informationen zu platzieren.

 

Zum Blogartikel “Hotelbewertungen aus Sicht der Gastgeber”

Kontakt webconaction

 

 

Holidaycheck – das Furchtgespenst der (kleinen und großen) Tourismusbetriebe

Blogbeitrag Tourismus / Social Media Tourismus

„Hör mir bloß mit diesem HolidayCheck auf“ – so oder so ähnlich lautet oft die Antwort, wenn ich Hoteliers nach Ihren Erfahrungen oder aktuellem Auftritt bei der bekanntesten deutschen Hotel-Bewertungsplattform frage.

Immer noch stehen Unterkunftsanbieter, Destinationen aber auch Reiseveranstalter den Nutzerbewertungen auf diversen Bewertungsportalen skeptisch gegenüber. Der häufigste Anlass dafür ist wohl die Angst, dass sich Kunden kritisch über die Unterkunft, die Region oder ein Ausflugsziel äußern. Oder ganz schlimm: über den Service.

Dabei sind Empfehlungen und Bewertungen von Kunden so alt wie Ebay und Amazon. Und längst haben große Plattformen wie HRS, booking.com oder Expedia.de das enorme Potential erkannt und setzen es bewusst für den Vertrieb ein. Der Grund ist ganz einfach: Der Urlaub als „schönste Zeit des Jahres“ wird von jeher gut geplant und soll 100 % den persönlichen Erwartungen entsprechen. Böse und unangenehme Überraschungen möchte man so gut wie möglich im Vorfeld ausräumen. Da sind Bewertungsplattformen durchaus hilfreich – egal ob bei der Inspiration, der Information oder der Buchungsentscheidung. Und auch wenn es ab und zu noch „schwarze Schafe“ bei den Kundenrezessionen gibt, ist das Vertrauen in die Menschen, die bereits vor Ort waren und darüber berichten, sehr groß.

Dabei darf man nicht vergessen, dass die Urlaubsplanung und –vorbereitung schon lange vor dem Social Web „sozial“ war und immer noch ist. Bisher hat man sich vorwiegend auf Erfahrungsberichte von Verwandten, Freunden oder den Mitarbeitern im Reisebüro verlassen. Deren Empfehlungen und Tipps haben die Buchungsentscheidung mit unterstützt. Heute kann der Reisende zusätzlich noch alle für ihn wichtigen Informationen ohne große Mühe oder Kosten im Internet recherchieren. Zahlreiche Reiseplattformen oder Bewertungsportale sammeln Fotos, Videos und Berichte von Urlaubern, die bereits vor Ort waren und wissen, wie es dort tatsächlich aussieht. Ziel dabei ist es nach wie vor, Enttäuschungen zu vermeiden und die bestmögliche Unterkunft zum bestmöglichen Preis-Leistungs-Verhältnis zu buchen.

Gastgeber wie auch touristisch geprägte Orte und Regionen müssen dieses Potenzial erkennen und selbst aktiv zur Kommunikation und Stärkung ihrer Marke im Netz beitragen. Das „Augen zu und durch-Prinzip“ hilft hier schon lange nicht mehr. Auch das Argument, dass man keine Zeit für solche Spielchen hat, zählt nicht. Denn der Gast, IHR Gast, nimmt sich die Zeit und er nimmt sich vor allem die Bewertungen zu Herzen.

 

Die Fakten:

Laut der aktuellen ARD/ZDF Onlinestudie 2012 nutzen bereits mehr als 75,9 % der deutschen Bevölkerung das Internet. Auffällig dabei ist, dass das Internet dabei in den letzten Jahren immer mehr zum täglichen Begleiter geworden ist. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, sind es dabei nicht nur Jugendliche bis 20 Jahre, die sich im Internet bewegen.


(Grafik: selbst erstellt, Quelle: ARD/ZDF Onlinestudie 2012)

Wie die Grafik zeigt, sind mehr als 41 % der Internetuser zwischen 30 und 49 Jahren, 31,4 % über 50 Jahre – Tendenz steigend. Betrachtet man die durchschnittliche Zielgruppe von Gastgebern oder Tourismusregionen, sind es genau diese Menschen, die das Internet zur Reiseentscheidung nutzen.

 

Das Internet ist die Informationsquelle Nr. 1

 

Laut „T.I.P Biehl & Partner“ nutzen 81 % der Nutzer das Internet um für den nächsten Urlaub zu recherchieren. Auf Platz 1 der meist besuchten Seiten liegen immer noch die lokalen oder regionalen Internetseiten (58%), aber schon auf Platz 2 liegen mit 55 % Bewertungsportale und touristische Blogs.

Allein das zeigt schon, dass man sich nicht mehr nur auf „seine“ Seite konzentrieren kann und Bewertungsportale nicht unter den Tisch kehren darf. Damit kommt den nutzergenerierten Empfehlungen eine wichtige Bedeutung zu, denn auf der Suche nach Angeboten und Urlaubszielen lässt sich der Gast durch positive Bewertungen zu Urlaubszielen oder Unterkünften anregen.

 

Was ist HolidayCheck und wie können Sie es gezielt einsetzen?

 

Die HolidayCheck AG betreibt laut eigenen Angaben das größte deutschsprachige Meinungsportal für Reise und Urlaub im Internet. Seit 2006 gehört das Unternehmen mehrheitlich zur börsennotierten TOMORROW FOCUS AG. Um die Urlaubsvorbereitung attraktiver und spannender zu gestalten, bietet die Plattform diverse Internet-Anwendungen. Neben der Möglichkeit, selbst Inhalte einzustellen, steht ein eigenes soziales Netzwerk zur Verfügung über das sich Reiseinteressierte untereinander vernetzen können. Tag Clouds helfen beim Auffinden beliebter Inhalte und Mashups kombinieren und visualisieren Inhalte aus der Nutzerdatenbank. Darüber hinaus können sich registrierte Nutzer einen Beobachtungsagenten einrichten und sich so über neue Informationen benachrichtigen lassen. Neben dem Bewertungsportal betreibt die HolidayCheck AG seit 2006 ebenfalls ein Online-Reisebüro auf der Seite und hat über 75 Veranstalter im Programm, deren Angebote und Preise zu Pauschalreisen, Hotels, Flügen und Kreuzfahrten verglichen werden können.

Mit über 6,4 Millionen Hotelbewertungen, Bildern und Videos und über 2 Millionen Beiträgen und Insiderwissen im Reiseforum zählt HolidayCheck zu den größten Bewertungsplattformen in Deutschland.  Laut IVW sind 255.000 Mitglieder monatlich aktiv und die Seite wird mehr als 4 Millionen Mal im Monat aufgerufen.

 

Wie tragen Beiträge zu einem positiven Image bei?

 

HolidayCheck sagt laut einer eigenen Studie, dass der durchschnittliche Besucher ca. sieben Bewertungen liest, bevor er eine Entscheidung trifft. Dabei sind erstgelesene Beiträge und Empfehlungen besonders wichtig für den Gesamteindruck. Aber auch die zuletzt gelesene Information bleibt im Gedächtnis hängen und trägt zur Entscheidung bei. Generell muss man aber trotzdem festhalten, dass immer das große Ganze zählt und es von Situation zu Situation unterschiedlich ist, welche Aussage nun die Entscheidung beeinflusst hat.

Tatsache ist, je mehr (positive) Bewertungen und Empfehlungen ein Unternehmen oder eine Region hat, desto attraktiver und wertvoller sind sie für den Nutzer.

Betriebe, die gar nicht erscheinen oder die keine Empfehlungen haben, gibt es in diesem Fall auch für den Besucher nicht bzw. fallen durch das Raster. Eine gewissen Anzahl von Bewertungen ist daher unbedingt nötig, um eine weitgehend objektive Beurteilung sicherstellen zu können. Also, ermuntern Sie Ihre Gäste bei der Abreise Sie und Ihre Ferienregion zu bewerten!

Zusätzlich ist HolidayCheck auch mit einem anderen großen Social Media Kanal verbunden: Facebook!

 

Die Angst vor dem kritischen Eintrag und wie man damit umgehen kann

 

„Da schreibt ein unzufriedener Gast einen Blödsinn rein und das ganze Haus ist für immer schlecht“ oder
„Die Leute lesen eh nur die schlechten Beurteilungen“ oder
„Da ist man total machtlos, wenn jemand was Falschen schreibt“ … solche negativen Einschätzungen höre ich immer wieder.

Dabei ist es weder so ausweglos noch so schlimm, wenn mal jemand öffentlich Kritik übt. Viel wichtiger ist es aus meiner Sicht, wie man damit umgeht und wie man sich im Vorfeld schon gut darauf vorbereiten kann.

Es stimmt, dass kritische Bewertungen und Empfehlungen die Gesamtbewertung stärker beeinflussen als positive. Dieser Effekt ist umso stärker, je weniger Bewertungen generell vorhanden sind. Und nun mal ganz ehrlich: wer liest nicht zuerst die negativen Kommentare und möchte wissen, was da los war. Aber auch hier belegen die Zahlen, dass es für die Besucher andere Kriterien gibt, die zur Glaubwürdigkeit der Gesamtbewertungen beitragen. Am wichtigsten ist die Anzahl der Bewertungen, gefolgt von authentischen Bildern, der Qualität und Ausführlichkeit der Texte und Bilder sowie die Übereinstimmung der Kritiken.

Das bedeutet: Je mehr Bewertungen Ihr Betrieb oder Ihre Region hat, desto mehr vertraut der Leser darauf, dass die Kommentare korrekt sind. Und je mehr positive Bewertungen den negativen gegenüber stehen, desto eher vertraut man den guten Aussagen. Oftmals empfindet man den negativen Kommentar dann sogar als „Miesmacher“ oder „Querulanten“. Für Sie als Gastgeber bedeutet dies, dass Sie versuchen sollten, so viele positive Bemerkungen für Ihren Betrieb zu sammeln.

 

Hier ein paar Tipps zur Nutzung von HolidayCheck:

 

* Informieren Sie sich, was bereits über Sie und Ihren Betrieb geschrieben wird

* Sollte es Ihren Betrieb noch nicht auf der Plattform geben, „melden“ Sie ihn an und beschreiben Sie Ihren Betrieb

 

 

* Verwenden Sie schöne und aktuelle Fotos und/oder Videos

 

* Beschreiben Sie auch die Ausflugsmöglichkeiten in der Region und verwenden Sie auch hier Bilder und Videos

 

* Fordern Sie aktiv Ihre Urlaubsgäste auf, Sie bei HolidayCheck zu bewerten. Als Dankeschön könnten Sie dann z.B. beim nächsten Aufenthalt eine Kleinigkeit in Aussicht stellen (Begrüssungssekt, Obstkorb, kostenloser Eintritt, …). Seien Sie dabei kreativ und überlegen Sie sich, was Ihren Gästen gefallen würde, damit sie sich zu Hause die Zeit nehmen, um von ihren Erfahrungen und Ihrem Haus zu berichten.

* Nehmen Sie kritische Meldungen erst und reagieren Sie schnell, höflich und freundlich darauf. Jede Kritik kann auch als Verbesserungsvorschlag gesehen werden, und wenn Sie sympathisch darauf antworten, kann dies auch zu einer positiven Einstellung zu Ihrem Haus führen. Ich weiß, manchmal trifft die Bemerkung genau da, wo es am meisten weh tut. Versuchen Sie es trotzdem als Chance für Ihren Betrieb zu sehen und sachlich damit umzugehen

* Sagen Sie auch mal „Danke“

* Schreiben Sie keine „Fake-Einträge“ – der Leser entlarvt Sie mittlerweile sehr schnell und es kratzt dann nur an Ihrer Glaubwürdigkeit

* Bleiben Sie auf dem Laufenden, kontrollieren Sie ständig, was über Sie geschrieben wird und reagieren darauf

 

Seit kurzem kann man auf HolidayCheck auch Ferienwohnungen suchen. Zur Zeit werden die Daten noch über Partner eingespielt. Auch die Ansicht ist meiner Meinung nach noch nicht so toll. Ich bin sicher, dass man früher oder später Ferienwohnungen direkt auf HolidayCheck bewerten wird können und dann sollen auch alle anderen Gastgeber diese Chance nutzen.

 

Aber nicht nur Unterkunftsbetriebe können von der Bewertungsplattform profitieren. Am Beispiel von Baiersbronn, welches heute als gastfreundlichster Ort in ganz Deutschland von Holidaycheck ausgezeichnet wurde, sieht man, dass sogar ganze Orte sich positionieren und die Bewertungen der Gäste für das Destinationsmarketing nutzen können. Wie darüber mehr in meinem nächsten Tourismusblog-Beitrag. Hier gehts zur Pressemitteilung von HolidayCheck

Lesen Sie beim nächsten Mal: wie kann man HolidayCheck als Tourismusort- oder Region für das Destinationsmarketing nutzen?