Interne Kommunikation: 2/3 der Unternehmen nutzen Social Media Werkzeuge


Social Media wird auch für die Mitarbeiter-Kommunikation immer wichtiger

Verbesserte, transparente und nachhaltige interne Kommunikation – das ist meist das Hauptziel welches man verfolgt, wenn man mit der Einführung von internen sozialen Netzwerken beginnt.

In meinen bisherigen Projekten ging es vor allem darum, die Mitarbeiter miteinander zu vernetzen, die Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen zu verbessern und so Reibungsverluste zu minimieren. Auch Mitarbeitermotivation durch Beteiligung ist ein großes Thema.

Bei der Verwendung von Social Media Werkzeugen zur internen Kommunikation setzt man in der sogenannten Horizontalkommunikation ein. Durch eine gemeinsame Plattform, die über das Internet für jedermann, jederzeit zugänglich ist, sollen Informationen als Text, Datei, Foto oder Video weitergegeben werden. Auch Kalenderfunktionen, auf den alle Mitarbeiter Zugriff haben, kann ein hilfreiches Tool für die Abstimmung untereinander sein. Klares Ziel dabei ist meist, die Flut an internen E-Mails, Zettelchen und Co zu reduzieren. Vorbei ist die Zeit von Übergabebüchern, Liste A und Liste B.

 

Vorteile eines Social Intranets

 

  • * Bessere Mitarbeiterkommunikation für zu mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz sowie höhere Produktivität und Arbeitseffizienz
  • * Mitarbeiter arbeiten stets produktiver zusammen, wenn untereinander konstruktiv und zielgerichtet kommuniziert werden kann
  • * Stärkung interner Netzwerke und verbesserter Wissensflow – Netzwerke unter Mitarbeitern können sich besser verknüpfen und unternehmensinternes Wissen kann unkompliziert und zeitsparend weitergegeben werden
  • * Ideenpool von und für Mitarbeiter – kreativer Pool an Ideen, welche in Projekte einfließen können

 

Diese Potential haben bereits einige Betriebe erkannt. Mittlerweile greifen laut der neuesten Untersuchung des Hightech-Verbands “Bitkom” 37 Prozent aller deutschen Unternehmen auf entsprechende Plattformen und Dienste zurück.

Die Studie besagt außerdem, dass rund jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) externe soziale Netzwerke (wie Facebook oder Xing) einsetzt. „13 Prozent haben eine soziale Plattform in ihrem internen Netzwerk aufgebaut. Diese bieten häufig vergleichbare Möglichkeiten wie soziale Netzwerke im Web, sind jedoch nur für die eigenen Mitarbeiter zugänglich“, heißt es in der Untersuchung.

Unter diesen Punkt fallen auch speziell für Unternehmen entwickelte Social-Media-Lösungen, wie Yammer oder Jive. Diese Angebote sind nicht-öffentlich und bieten für jede Firma eine eigene Plattform, über die Mitarbeiter miteinander oder mit dem eigenen Unternehmen kommunizieren können. „Im Gegensatz zum klassischen Intranet stehen bei diesen Kollaborations-Werkzeugen in der Regel stärker der Austausch und die Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Dadurch ist die Kommunikation innerhalb der Teams häufig dynamischer“, erklärt die Bitkom.

 

Man sollte jedoch bei der Einführung bedenken, dass der Einsatz von Social-Media-Werkzeugen zur Mitarbeiter-Kommunikation häufig einen tiefgreifenden Kulturwandel im Unternehmen bedeutet. Wie bei allen Prozessen, kann eine solche Plattform – egal von welchem Anbieter sie kommt – nur dann zum Erfolg führen, wenn sie tatsächlich von ALLEN Mitarbeitern kontinuierlich genutzt und gepflegt wird und damit zum zentralen internen Kommunikationsmittel wird.

Deshalb sollte man bereits im Vorfeld die Mitarbeiter einzubeziehen. Sie könnten z.B. entscheiden, welche soziale Plattform man wählt, sie einrichten etc. Auch sind Schulungen zur Nutzung, Hintergrundinformationen sowie laufende Gespräche mit den Mitarbeitern zur guten Implementierung und Verwendung notwendig.

Weitere Informationen zur Bitkom-Studie

 


Social Media Strategie, Beratung, Betreuung

Zur Autorin Barbara Reichart von webconaction:

webconaction berät und betreut Unternehmen in den Bereichen Social Media, Webredaktion und Projektleitung im Tourismus im Allgäu, in Oberschwaben und am Bodensee.

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